Dienstag, 12. August 2014

[Autoren Interview] Poppy J. Anderson

Nach langer langer Zeit gibt es für euch ein ausführliches Interview zu lesen. 
Auf meinem virtuellen Sofa hat die sympatische Autorin Poppy J. Anderson zum Frühstück Platz genommen.





Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer viel gelesen und mir bereits als kleines Mädchen Geschichten ausgedacht, die ich meinen Puppen erzählt habe. Mit dreizehn Jahren bekam ich zu Weihnachten eine Schreibmaschine geschenkt, auf der ich mein erstes Buch schrieb. Von da an hörte ich nicht mehr auf, mir Geschichten auszudenken und Bücher zu schreiben.

Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
So blöd es klingt, aber ich selbst bin meine größte Kritikerin. Aus meinem Familien- und Freundeskreis erfahre ich stets sehr viel Bestätigung, was natürlich wunderbar ist, aber dafür mache ich mich selbst immer verrückt, ob dies oder das gut so ist.

Bookdealer fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach
drauf los?
Eigentlich schreibe ich wild drauf los, aber meistens koche ich mir eine Kanne Tee, bevor ich mich an den Schreibtisch setze.

Bookdealer fragt: Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du schreibst?
In meinem Leben hat sich nicht viel verändert, außer dass es mir noch viel mehr Spaß macht, meine Zeit mit dem Schreiben zu verbringen, weil ich weiß, dass die Romane vielen Leserinnen sehr viel Freude bereiten.

Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Oft beginne ich eine Geschichte zu schreiben, weil mir ein Name durch den Kopf geistert, der mich inspiriert, oder weil ich plötzlich eine Szene vor Augen habe. Daraus entwickelt sich dann eine Geschichte. In manchen Namen steckt tatsächlich eine Bedeutung, oder ein Charakter ist an jemanden aus meinem Freundeskreis angelehnt, aber mehr verrate ich nicht J

Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Ich liebe die Highlandsaga von Diana Gabaldon und die historischen Liebesromane von Johanna Lindsey. Diese beiden Autorinnen sind aus meinem Regal nicht wegzudenken.

Bookdealer fragt:  Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderem Autor ein Buch zu schreiben?
Da ich ein ziemlicher Kontrollfreak bin, weiß ich nicht, ob das etwas für mich wäre, dennoch stelle ich es mir ziemlich aufregend und kreativ vor, mir mit jemand anderen eine Geschichte auszudenken und diese auf Papier zu bringen.

Bookdealer fragt: Welcher deiner Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen magst du überhaupt nicht?
Oh je, ich mag alle meine Protagonisten und kann mich nur sehr schwer zwischen ihnen entscheiden. Tatsächlich kommt es immer auf meine eigene Stimmung an, wen ich gerade besonders gerne mag bzw. welche Geschichte ich selbst lesen möchte. In traurigen Momenten zieht es mich beispielsweise zu „Touchdown fürs Glück“, während fröhlichere Stimmungen eher zu „Make Love und spiel Football“ oder „Auszeit für die Liebe“ passen. Ganz besonders gerne habe ich jedoch Brian und Teddy J

Bookdealer fragt: Wie ist es zu der Entstehung von  der „New York Titans“ Reihe gekommen?
Vor einigen Jahren hatte ich die Idee zu „Verliebt in der Nachspielzeit“, legte das Manuskript jedoch vorerst auf Eis und schrieb an historischen Romanen weiter, bis ich plötzlich die Idee zu „Touchdown fürs Glück“ hatte – ich wollte eine Geschichte über ein Ehepaar schreiben, das sich nach einigen Jahren wiedersieht und zum zweiten Mal zueinander findet. Es sollte ein moderner Roman werden, weshalb mir einfiel, dass ich ja ein Manuskript über einen Footballtrainer hatte. Also entschloss ich mich, aus meinem Protagonisten Julian einen Footballspieler zu machen. Anschließend ergab es sich, dass aus dem ersten Buch eine Reihe wurde und ich auch „Verliebt in der Nachspielzeit“ veröffentlichte.

Bookdealer fragt: Die Cover zu deiner „New York Titans“ Reihe sind ja sehr klasse gestaltet, wieviel Mitspracherecht hattest du?
Ähm, die ersten Cover habe ich selbst gestaltet und dies ohne jede Erfahrung fabriziert. Das sah man auch deutlich J Mittlerweile feilt eine Designerin an den Covern. Wir erarbeiten die Idee zu einem Cover gemeinsam und jedes Mal bin ich schwer begeistert, was dabei herauskommt.

Bookdealer fragt: Was reizt dich denn so am Sport „Football“? Hast du hier in Deutschland eine lieblings Mannschaft und hast du dir schon live Spiele angesehen?
In Deutschland ist es allein wegen der Zeitverschiebung etwas umständlich, die Spiele der NFL zu verfolgen, was ich sehr schade finde. Als Ruhrpott-Kind bin ich natürlich Fußball-Fan, auch wenn Football meiner Meinung nach um einiges männlicher ist. Das reizt mich auch so daran, dies zum Thema meiner Bücher zu machen, bzw. meine Protagonisten als Footballspieler darzustellen. Das Spiel wird immer als brutal verschrien, doch die Taktik, die dahinter steckt, sieht kaum jemand.

Bookdealer fragt: Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben ist) ?
Die Ideen zu den Büchern begleiten mich teilweise mehrere Jahre. Einige meiner Romane habe ich vor langer Zeit zu schreiben begonnen, dann beiseite gelegt und nun wieder hervorgeholt, um sie umzuschreiben und zu veröffentlichen. Der Schreibprozess an sich dauert zwischen drei Wochen (für einen Kurzroman) und vier Monaten.

Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Mittlerweile bin ich fanatische ebook-Leserin, obwohl ich mir selbst immer eingeredet hatte, lieber ein physisches Buch in den Händen zu halten. Doch es ist einfach so praktisch, sofort ein Buch laden und lesen zu können, wenn ich es will. Da mein Handgepäck bei früheren Reisen immer von all den Bücher schwer und unhandlich war, erleichtert es ungemein, einfach diesen winzigen Reader mitnehmen und beliebig viele Bücher lesen zu können. Privat lese ich selbst sehr gerne Liebesromane. Mit Thrillern kann ich mich bei Büchern komischerweise nicht anfreunden, obwohl ich sie als Verfilmungen total gerne sehe.

Bookdealer: Was gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Mein Hund, der mit mir kuschelt, während ich lese.

Bookdealer fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht an?
Meistens enttäuscht mich die Verfilmung, weshalb ich mir immer wieder vornehme, sie mir nicht anzuschauen, es dann jedoch trotzdem tue. Besonders gespannt bin ich auf die Verfilmung zur Highland-Saga von Diana Gabaldon.

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Ich war in diesem Jahr in Leipzig und war überwältigt von den vielen lieben Leserinnen, die ich auf einem Meet&Greet treffen durfte. Auch Frankfurt steht für dieses Jahr auf dem Plan und ich bin schon ganz aufgeregt, da es auch im Oktober ein Meet&Greet mit mir geben wird.

Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
Der persönliche Kontakt ist mir extrem wichtig. Ich liebe es, meine Leserinnen auf den neuesten Stand zu bringen und sie in den Schreibprozess integrieren zu können. Es motiviert unglaublich und spornt mich immer wieder an, mein Bestes zu geben, wenn ich sehe, dass meine Geschichten andere Menschen berühren.

Bookdealer fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest ?
Oh ja, es gibt sehr viele Herzenswünsche, die ich mir gerne erfüllen möchte. Aber sicher verstehst du, dass ich sie nicht verraten möchte – schließlich sollen sie in Erfüllung gehen. Momentan bin ich jedenfalls zutiefst glücklich und freue mich auf jeden neuen Tag und jede neue Buchidee.


Vielen herzlichen Dank liebe Poppy, das du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben.

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