Sonntag, 1. Juni 2014

[Autoren Interview] Ann-Kathrin Speckmann

Es gibt wieder für euch ein Interview zu lesen. Die sympatische Autorin Ann-Kathrin Speckmann war so mutig sich in meine Fänge zu begeben *zwinker*






Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer sehr viel gelesen. Gerade bei längeren Buchreihen war ich immer traurig, wenn eine zu Ende war und habe ein paar Versuche unternommen, sie weiter zu schreiben.

Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Schwer zu sagen. Ich habe eine große Familie. Nachdem ich allen zu Weihnachten die erste Version von „Anne Bonny“ geschenkt hatte, habe ich von allen Feedback und Tipps erhalten, die mir sehr geholfen haben.

Bookdealer fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach
drauf los?
Nein, Rituale habe ich nicht. Eine Zeit lang habe ich es mal mit Musik, Tee und verschiedenen Sachen probiert, aber wie und wo ich schreibe hängt immer von dem Moment ab.

Bookdealer fragt: Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du schreibst?
Da ich meine allerersten kleinen Geschichten geschrieben schon habe, als ich das Schreiben an sich gerade gelernt hatte und auch vorher schon eine Tagträumerin gewesen bin, kann sich nichts verändert haben.

Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Mir sind immer die Charaktere am wichtigsten. Und den Charakter einer Person kann man nur erkennen, wenn sie sich in einer Situation befindet. Von daher entsteht beides gleichzeitig und ist untrennbar mit einander verbunden. Die Namen kommen erste später und oft ändere ich sie nochmal, wenn das ganze Manuskript fertig ist. Bei Anne Bonny war das natürlich etwas anderes, weil es sie wirklich gegeben hat.

Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Ich habe sooo viele Bücher gelesen und jedes einzelne hat mich geprägt. Zwei Autoren habe ich trotzdem sofort im Kopf: Zum einen ist das das Autorenpaar Iny Lorentz. Ich liebe ihre historischen Romane. Und zum anderen Kim Harrison, die die „Rachel-Morgan-Serie“ geschrieben hat. In ihren Büchern sind die Charaktere und ihre Entwicklung genial beschrieben.

Bookdealer fragt:  Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderem Autor ein Buch zu schreiben?
Ja, aber ich glaube, dass es sehr schwierig ist jemanden, den Autor zu finden, mit dem man zusammenpasst.

Bookdealer fragt: Welcher deiner Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen magst du überhaupt nicht?
Ich mag alle meine Charaktere. Egal, ob „gut“ oder „böse“, bzw. Protagonist oder Antagonist. Sie wachsen mir alle im Laufe der Geschichte ans Herz.

Bookdealer fragt: Wie ist es zu der Entstehung von  „Anne Bonny“ gekommen?
Ich habe im Internet nach einem neuen Buch zum Lesen gesucht. Dabei bin ich auf Anne Bonny gestoßen, die sofort mein Interesse geweckt hat. Allerdings konnte ich zu dem Zeitpunkt kein Buch über sie finden, dass ich lesen wollte. Da ich so wie so ein Weihnachtsgeschenk für meine Familie gebraucht habe, habe ich angefangen zu schreiben.

Bookdealer fragt: Das Cover finde ich im übrigem sehr klasse, wieviel Mitspracherecht hattest du gehabt?
Ja, ich hatte Mitspracherecht. Zunächst einmal hatte ich die Möglichkeit meinem Verlag meine Vorstellungen mitzuteilen. Die Autorin hatte dann aber eine ganz andere Idee, die mehr sehr gut gefallen hat. Ich hatte also gar keinen Grund von meinem Veto-Recht Gebrauch zu machen.

Bookdealer fragt: Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben ist) ?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt auch stark von der Deadline ab. Anne Bonny hatte ich in den Herbstferien angefangen und bis Anfang Dezember fertig geschrieben. Meinen letzten Roman habe ich ursprünglich für einen Wettbewerb geschrieben, für den ich nur zwei Monate Zeit hatte. Beides musste/ muss aber noch überarbeitet und lektoriert werden.
Auf der anderen Seite arbeite ich seit fast drei Jahren an einem anderen Roman, den ich hoffentlich dieses Jahr endlich zu Verlagen schicken werde.  

Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Am Anfang war ich völlig gegen Ebooks, aber aus platzgründen habe ich es ausprobiert und werde meinen Ebook-Reader nicht mehr hergeben. Lesen tue ich so ziemlich alles. Es hängt immer von meiner aktuellen Stimmung ab.

Bookdealer: Was gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Eine Nachttischlampe. Aber meistens lese ich nicht abends sondern tagsüber.

Bookdealer fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht an?
Ich schaue mir Buchverfilmungen sehr gerne an, weil ich es unheimlich spannend finde, wie ein und die gleiche Geschichte auf verschiedene Weisen umgesetzt wird. Als letztes habe ich „Die Bestimmung“ gesehen. Ausnahmsweise habe ich erst den Film geguckt und dann das Buch gelesen. Beides finde ich super.

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Nein, leider noch nicht, aber im Juni werde ich auf der Mitteldeutschen Buchmesse in Pößneck zu finden sein.  

Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
Sehr wichtig, denn ich freue mich über jeden, der mein Buch liest und möchte sehr gern wissen, wie er meine Geschichte erlebt hat. Außerdem freue ich mich über jede Art von Lob und Kritik.

Bookdealer fragt: Gehst du auch zu Lesungen von Kollegen, oder hast du da die Zeit nicht mehr so dazu? Und Gibt es einen Autoren den du unbedingt mal treffen möchtest?
Um ganz ehrlich zu sein, war ich noch nie auf einer richtigen Lesung. Bei mir in der Nähe, gab es nie eine, die mich interessiert hat. Durch meine Facebook-Seite habe ich jetzt aber Kontakt zu vielen Autoren und werde in Zukunft darauf achten, wer in meinem Umkreis liest.
Ich finde es immer spannend andere Autoren zu treffen. Ganz oben auf meiner Wunschliste stehen Iny Lorentz und Kim Harrison.  

Bookdealer fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest?
Ja, ich möchte mich bei dieser Gelegenheit noch einmal bei allen Leser bedanken. Und natürlich auch bei meiner Familie, die mich, wie schon erwähnt sehr unterstützt, insbesondere mein Papa. Und natürlich ein großes Dankeschön an Dich, Liebe Sheena, für dieses tolle Interview.


Vielen herzlichen Dank liebe Ann-Kathrin, das du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben.

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