Mittwoch, 14. Mai 2014

[Autoren Interview] Zsofia Deacon

Heute habe ich wieder ein Interview für euch im Gepäck und zwar war Autorin Zsofia Deacon so freundlich mir Rede und Antwort zu stehen.


Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Das Schreiben von Texten und Geschichten gehört bereits seit Jahren zu meinem Leben dazu. In der Schule war ich immer die mit den längsten Texten bei Aufsätzen und Erörterungen und auch während meiner Berufsjahre im Sozialen Bereich verfasste ich etliche Artikel für Heimzeitungen und die Kindergartenpost. Richtig gepackt hat mich das Fieber allerdings erst vor knapp 4 Jahren, als ich durch Zufall im Internet eine Seite für Fanfiktions entdeckte. Dort hat mich dann letztes Jahr eine Kollegin „aufgegabelt“ und den Kontakt zum THG-Verlag und Maya Heyes hergestellt. Dafür bin ich ihr immer noch sehr dankbar, denn damit nahm eigentlich alles seinen Lauf :)

Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Da gibt es mehrere liebe Freundinnen, die mir zur Seite stehen. Der größte Kritiker aber ist definitiv mein Mann. Er ist immer der Erste, der meine Texte zu lesen bekommt und er ist schonungslos ehrlich.

Bookdealer fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach
drauf los?
Nein, Rituale gibt es bei mir eigentlich nicht. Ich brauche nur eine Tasse Tee, gute Musik und – gaaanz wichtig – Schokolade :)

Bookdealer fragt: Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du schreibst?
Eigentlich nichts. Ich war vorher schon ein verträumter und schräger Vogel und bin es noch ;)

Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Zuerst steht die Grundidee. Daran feile ich dann herum, bis ich damit zufrieden bin. Die Namen kommen hinterher. Eine besondere Bedeutung haben sie nicht. Es muss für mich nur stimmig sein, sprich, dass der Name zu dem Charakter passt, der in meinem Kopf wohnt.

Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Oh, das würde den Rahmen sprengen *g* Keines der Bücher ist aus meinem Regal wieder wegzudenken und ich könnte auch auf die Schnelle keines benennen, welches mich nachhaltig beeinflusst hat. Es gibt so viele tolle Geschichten, die mich in ihren Bann gezogen und nie mehr losgelassen haben.

Bookdealer fragt:  Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderem Autor ein Buch zu schreiben?
Das habe ich bereits getan und es hat wahnsinnigen Spaß gemacht!

Bookdealer fragt: Welcher deiner Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen magst du überhaupt nicht?
Hmmm, ich mag alle meine Charaktere. Der einen mehr, den anderen weniger. Selbst die „Unsympathischen“ haben ihre Daseinsberechtigung und sie gehören einfach dazu.

Bookdealer fragt: Wie ist es zu der Entstehung von  „Im hier und damals“ gekommen?
Am Anfang war da eigentlich nur die Story zwischen Holly und Derek. Ich musste mir dann nur noch überlegen, wie ich die beiden zusammen bekomme und so konstruierte ich sozusagen die Geschichte drumherum. Relativ schnell stand auch fest, wo die Geschichte spielen sollte. Vor etlichen Jahren waren mein Mann und ich an der englischen Südküste, um dort Urlaub zu machen, und die Landschaft verzauberte mich vom ersten Moment an. 

Bookdealer fragt: Das Cover finde ich im übrigem wundervoll, wieviel Mitspracherecht hattest du gehabt?
Das freut mich! Maya Heyes und ich sichteten zusammen etliche Bilder, probierten verschiedene Schriftarten aus und erledigten den Feinschliff dann quasi gemeinsam am Telefon.

Bookdealer fragt: Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben ist) ?
Grob geschätzt würde ich sagen, circa 4-6 Monate. Mit Überarbeitung und allem drum und dran.

Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Ebooks sind praktisch, wenn ich mal unterwegs bin. Am liebsten habe ich jedoch ein „richtiges“ Buch in der Hand. Da bin ich altmodisch ;)
Was das Genre angeht, lese ich ziemlich querbeet. Allerdings lasse ich knallharte Thriller und Horror aus, denn ich bin ein ziemlicher Schisser.

Bookdealer: Was gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Meine Couch, eine kuschelige Decke und eine Tasse Schoko-Capuccino.

Bookdealer fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht an?
Puuh, das weiß ich gar nicht mehr. Buchverfilmungen schaue ich gerne, allerdings habe ich mir angewöhnt, zuerst den Film zu gucken und dann erst das Buch zu lesen.

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Leider war ich noch auf keiner Buchmesse, aber ich habe mir fest vorgenommen, dieses Jahr in Frankfurt dabei zu sein. Darauf freue ich mich schon riesig!

Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
Sehr wichtig! Über jede Nachricht, jede Mail, freue ich mich wie ein Kind an Weihnachten. Meistens sitze ich dann erst mal mit hochroten Wangen vor dem Bildschirm, weil ich es gar nicht fassen kann und weiß auch im ersten Moment gar nicht, was ich sagen soll. Was das angeht, bin ich ein ziemlich schüchternes Persönchen.

Bookdealer fragt: Gehst du auch zu Lesungen von Kollegen, oder hast du da die Zeit nicht mehr so dazu? Und Gibt es einen Autoren den du unbedingt mal treffen möchtest?
In meiner Teenager-Zeit war ich auf einigen Lesungen und es war großartig! Mittlerweile gibt es Unmengen von Autoren, die gerne mal persönlich treffen würde. Wahrscheinlich gehe ich auf der nächsten Buchmesse mit einem Notizbuch auf Autogrammjagd und hoppse dann wie ein Kind durch die Gegend :)

Bookdealer fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest ?
Noch viele viele Bücher schreiben, den Lesern damit Freude machen und sie zu Lachen und Weinen bringen. Das möchte ich auch noch machen, wenn ich alt und grau bin.

Vielen herzlichen Dank liebe Zsofia, das du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben.
Es hat mir großen Spaß gemacht und ich danke dir von Herzen für die Einladung zum Interview, liebe Verena ♥


1 Kommentar:

  1. Guten Tag ihrs,
    schönes nettes Gespräch,
    Interessante Sachen stehen da.
    Winke huhu bis Bald
    Ute

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