Freitag, 8. November 2013

[Autoren Interview] Anna Loyelle

Die sympatische Autorin  Anna Loyelle war so freundlich mir und meinem Blog Rede und Antwort zu stehen. was dabei rausgekommen ist, das dürft ihr nun selber lesen:





Bookdealer fragt:  Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Sobald ich lesen konnte, verschlang ich Abenteuerbücher und Pferderomane. Irgendwann kam mir die Idee, selbst eine Geschichte zu schreiben. Einfälle dazu hatte ich genug. Wenn ich abends im Bett lag und nicht schlafen konnte, habe ich mir Geschichten ausgedacht und sie am nächsten Tag aufgeschrieben.  So nahm alles seinen Lauf.

Bookdealer fragt:  Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Meine Schwägerin Sigrid.

Bookdealer fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?
Eine Tasse Tee und Kekse neben meinen Laptop stellen, um zwischendurch Energie zu tanken.

Bookdealer fragt:  Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Das ist verschieden.  Manchmal sehe ich eine Person irgendwo, zu der mir eine Geschichte einfällt und „verwende“ diese Person dann in meinem Roman als Protagonist/in.  Oft ist es aber auch so, dass mir zuerst ein Name einfällt und zu diesem Namen suche ich dann ein Gesicht. Wenn Name und Gesicht nicht zusammenpassen, kann ich mich nicht in die Geschichte hineinversetzen.  Z.B. bei Liebe aus Versehen schoss mir plötzlich der Name Lauren durch den Kopf. Kurz darauf sah ich ein Mädchen mit langen roten Locken, grünen Augen und Sommersprossen. Das war Lauren.  Bei Ein Kick zu viel brauchte ich etwas länger, um Olive ein Gesicht zu geben. Anfangs hatte sie kurze schwarze Haare und leuchtend blaue Augen. Während des Schreibens merkte ich aber, dass das „nicht passt“. So bekam Olive längere blonde Haare. Manchmal orientiere ich mich auch an den Freunden meiner Söhne oder an meinen Söhnen selbst. Ben, Laurens Ex, z.B. mit seiner tief sitzenden Hose und der verkehrt herum getragenen Schildkappe … für ihn stand sozusagen mein jüngerer Sohn Model. 

Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken? 
Katie Dale – Die andere Tochter.

Bookdealer fragt: Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderen Autoren ein Buch zusammen zu schreiben? 
Teilweise ja. Z.B. mein neuer (2014 erscheinender)  Jugendroman - Liebe im Sommerregen –  wird mit flotten, zum Inhalt passenden Gedichten von Christina Stöger „aufgepeppt“.  Aber einen kompletten Roman mit einem anderen Autor zu „teilen“, kann ich mir im Moment nicht vorstellen.  Jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Schreibstile, ich glaube, da käme nur ein Kuddelmuddel heraus.

Bookdealer fragt: Die Buchcover zu „Liebe Sex und andere Katastrophen“ und "Ein Chaos namens Liebe" sind ja sehr schön gestaltet, hast du da Mitspracherecht gehabt oder hast du es selber gestaltet? 
Ja, ich durfte bei der Covergestaltung mitentscheiden

Bookdealer fragt: War es schwer einen Verlag für deine Bücher zu finden?
Es ist allgemein sehr schwierig, einen Verlag zu finden, da der Buchmarkt überschwemmt wird von neuen Autoren. Da trudeln täglich unzählige Manuskripte bei Verlagen ein und wollen gelesen werden.  Ich hatte das große Glück, dass meine Manuskripte bei der ersten Anfrage von den Verlagen angenommen wurden.

Bookdealer fragt: Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben ist ) ?
Das ist auch völlig verschieden. Je nachdem wie und wann ich Zeit habe, zu schreiben. Für Liebe Sex & andere Katastrophen habe ich insgesamt etwa sechs Monate gebraucht. Es ist ja so, dass die Rohfassung einer Geschichte ziemlich schnell fertig ist. Danach lasse ich die Manuskripte immer ein oder zwei Monate unangetastet, bearbeite sie nochmal und lege sie nochmal für ein paar Wochen beiseite. Dann fliege ich nochmal drüber, bis ich zufrieden bin. Erst dann ist alles fertig. Bei kürzeren Geschichten geht alles schneller. Bei einem Roman dauert es schon mal etwa ein Jahr, inklusive Bearbeitungen, bis ich mir selbst das Okay gebe, wie z.B. bei Ein Chaos namens Liebe.

Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht? 
Nur ein echtes Buch ist für mich ein richtiges Buch . Die sehen auch besser aus im Bücherregal als diese flachen Dinger. Ich lese gerne Jugendromane, Thriller und Krimis. Fantasy, SciFi, Horror, Vampir- und reine Liebesromane mag ich gar nicht lesen.

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Leider hatte ich bisher noch nicht die Möglichkeit, eine Buchmesse zu besuchen, aber ich habe es mir für nächstes Jahr  ganz fest vorgenommen

Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern? 
Sehr wichtig. Es ist immer toll, mich mit meinen Lesern zu unterhalten und ihre Fragen zu beantworten.

Bookdealer fragt: Was hältst du von den Blogtouren die im Moment so beliebt sind? Sprich, wenn Blogger, Autoren & deren Bücher bekannter machen. 
 Das finde ich total klasse. Ein riesengroßes Dankeschön an alle Blogger, die ihre Seiten so liebevoll gestalten und unbekannten Autoren die Chance geben, ihre Werke zu präsentieren.

Bookdealer fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch, den du dir noch erfüllen möchtest?  
Nach Taiwan reisen, um meine Freunde dort wiederzusehen … und um Zhou Yu Min mal persönlich zu treffen


Vielen herzlichen Dank, liebe Anna, dass du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben. 
Ich danke dir, es hat mir großen Spaß gemacht, mit dir zu plaudern.


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