Montag, 5. August 2013

[Kolumne] Buchverfilmungen

Im Moment werden ja soooo viele Bücher verfilmt wie noch nie zu vor. 
Klar ist das für einen Autor eine große Ehre wenn sein Werk verfilmt wird, denn wer träumt nicht davon, oder?

Ich selber habe auch schon einige gesehen, auch wo ich das Buch kannte, aber leider sind nicht immer alle Buchverfilmungen toll und man ist dann am Ende doch leider oft enttäuscht.

Kommen wir auch grade mal zu einem kleinen Beispiel:

Im Februar diesen Jahres wurde ein Taunus Krimi von Nele Neuhaus "Schneewittchen muss sterben" verfilmt. Aber mal ganz ehrlich, der Film hatte bis auf den Titel nichts mehr mit dem klasse Buch der Autorin gemeinsam. Es gab am Ende sogar einen anderen Täter. Muss sowas sein? Müssen Drehbuchautoren ein so klasse Werk so sinnlos verhunzen? 

Liegt es vielleicht daran, das ich beim Lesen eines Buches jede Menge Vorstellungskraft und Phantasie aktiv werden lasse, die mein persönliches Szenario hervorrufen und einen so in die Welt der Handlung versinken lassen („mein Kopfkino“)?

Was ich mir natürlich auch noch denke, dass die Filmemacher ihr Publikum viel zu oft einfach unterschätzen. Wenn ein Buch verfilmt wird, dann doch oft nur, weil es sehr erfolgreich war. Nun ist natürlich ein guter anspruchsvoller Roman in aller Munde, dann erwarte ich eben auch, dass der Film anspruchsvoll ist. Was leider natürlich dann nicht so ist, da man mit dem Film eine große und breite Masse jetzt ansprechen möchte, die die Filme eben nicht kennen. Aber das zerstört nun einmal den Ruf des Buches und ist leider nicht im Sinne des Autors. 

Klar es gibt auch viele gute Buchverfilmungen, das möchte ich jetzt nicht abstreiten, aber ich wollte hier das negative ein klein wenig hervorheben.

Ich glaube einfach in Zukunft, wenn ich ein Buch gelesen habe und mir dann den Film anschaue, ich einfach keine großen Vergleiche mehr ziehen werde, denn das gibt nur Kopfschmerzen und der Film macht dann keinen Spass mehr. Denn welche Verfilmung mir sehr gut gefallen hatte, war die Jurassic Park Reihe. Da sah ich zu erst die Filme und las dann das Buch dazu "Dino Park". 

Darum lass ich Buch, Buch sein & Film eben Film.  
Das perfekte "Kino" gibt es eben nur in unserer Fantasie, oder wie seht ihr das ganze? Mich würde eure Meinung dazu sehr interessieren.

Schaut ihr noch Filme an, wo ihr das Buch schon kennt, oder vermeidet ihr es komplett um nicht enttäuscht zu werden?


Kommentare:

  1. Guten Morgen Sheena,

    da hast du ein Thema aufgegriffen, das Buchfans mitunter sicher nahe gehen dürfte.
    Ich für meinen Teil schau mir recht gern Buchverfilmungen an, wobei mir natürlich stets bewusst ist, dass zwischen originaler Vorlage und der filmischen Umsetzung differenziert werden muss. Es handelt sich immerhin um zwei ziemlich verschiedene Medien (einschließlich unterschiedlicher Stilmittel und Prioritäten), mit denen wir als Publikum unterhalten werden (sollen).

    Liebe Stöbergrüße,
    Kora

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  2. Ich liebe Buchverfilmungen. Leider ist es meistens so, dass ich erst den Film sehe, weil ich zu dem Buch noch nicht kam und dann irgendwann das Buch lese.

    Wenn ich zuerst den Film gesehen habe, bin ich nicht so enttäuscht, denn ich lese einzelne fehlende Details ja dann nach.

    Aber wenn ich das Buch zuerst kannte, z. B. bei "Die Tribute von Panem" oder "Twilight" (der letzte Band), dann bin ich oft von den Filmen enttäuscht, da doch sovieles weggelassen oder abgeändert wird, wonach ich dann als suche...

    Finde es daher schade, dass viele Filme total abgeändert werden.

    Liebe Grüße
    Elchi

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  3. Ich lese prinzipiell das Buch zuerst und kann sagen, dass das buch zu 95& besser ist als der Film. Es gab aber auch shcon Filme, wo ich Buch und Film gleich gut fand oder mir sogar der Fimm besser gefiel...aber das ist eher selten der Fall.
    Liebe Grüße
    Martina

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  4. Ich bin hier geteilter Meinung.

    Einerseits ist es klar, dass in Filmen viel weggelassen werden muss, weil die Filme sonst überlänge hätten oder jedes Mal gleich ein Zweiteiler daraus werden würde.

    Andererseits muss es nicht gleich heißen, dass ich die Filme schlecht umgesetzt finde, nur weil ein paar Details fehlen.
    Solange sich sonst zum Großteil an das Original gehalten wird, finde ich den Film dennoch gut.

    Was ich dagegen traurig finde, ist wenn Filme eine komplett andere Handlung bekommen als die Romanvorlage (z.B. Die Wolke) oder auch nur teilweise was verändert wird (P.S. Ich liebe dich).
    Dennoch muss ich bei den hier genannten Filmen sagen, dass mir der Film von der Handlung her besser gefällt als das Buch (hier kenne ich jeweils beides). Betrachtet man beides im Vergleich, würde ich sagen, es ist schlecht umgesetzt. Betrachte ich beides einzeln, finde ich die Filme wieder toll.

    Im Großen un Ganzen finde ich es aber dennoch immer schade, wenn Filme sehr abgeändert werden, weil es eben dann nicht mehr den Sinn einer Buchverfilmung hat, sondern eher ein Abklatsch einer Romanvorlage... Blöd zu beschreiben, aber vielleicht weiß ja jemand, was ich meine?

    Liebe Grüße,
    Dobbie von IM ZAUBER DER BÜCHER

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