Samstag, 3. November 2012

[Autoren Interview] Britta Sabbag

Auch die liebe Autorin Britta Sabbag erklärte sich bereit dem Forum "Bücherträume" ein kleines Interview zu geben.

Fotocopyright "Jurate Jablonskyte"
 
 Bücherträume fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?

Ich war nach meinem Studium fast 7 Jahre als Personalerin tätig. Eine überraschende Kündigung brachte mich dazu, mein Leben nochmal komplett umzukrempeln und neu zu überdenken: Was wolltest du schon immer tun? Die Antwort: schreiben!Und das tat ich dann auch, direkt ein paar Tage später.


Bücherträume fragt: Musstest du für „Pinguinwetter“ lange nach einem Verlag suchen?

Mit Pinguinwetter habe ich einen kleinen bis mittelgroßen Umweg über einen kleinen Verlag in Köln gemacht. Dadurch habe ich ungefähr 1,5 Jahre Zeit verloren, aber auch viel gelernt. Da der Verlag und ich nicht überein kamen und ih dann meine Agentin kennenlernte, die mich zu Bastei Lübbe vermittelte, hat das Buch doch noch einen anderen Weg eingeschlagen. Pinguinwetter war genau 3 Jahre alt, als es veröffentlicht wurde. Im Nachhinein war die Zeit aber auch gut und lehrreich, denn ich habe Kurse besucht und viel gelernt, so dass die überarbeitete Version von Pinguinwetter einen großen Publikumsverlag wie Bastei Lübbe überzeugen konnte.


Bücherträume fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?

Nein, eigentlich nicht. Morgens checke ich erst meine Mails, schaue bei Facebook rein wenn es die Zeit zulässt und starte dann mit einem Kaffee. Ich lese mir zuerst die letzten geschriebenen Seiten durch, korrigiere wenn nötig und starte dann. Dann ist man schon im Text "drin". (Okay, in Wirklichkeit versorge ich meinen Zeh, weil ich gegen den Schreibtisch gerannt bin, sammel die Scherben von der umgestoßenen Kaffeetasse auf, wische den Kaffee weg, versuche noch, die restlichen Aufzeichnungen irgendwie vor der letzten Kaffeewelle zu retten und fluche laut. Das wäre ein typischer Start.)


Bücherträume fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf?

Bei Pinguinwetter bin ich noch sehr unstrukturiert an das Ganz herangegangen und hatte nur die Figur der Charlotte im Kopf, die ebenfalls gekündigt wird. Alles andere kam dann beim Schreiben.Deswegen bedurfte das dann ja auch noch der kompletten Überarbeitung. Mittlerweile baue ich die Geschichten mit einem strukturierten Plot auf, den ich vorher kapitelweise aufschreibe. Aber die Figuren klopfen immer noch zuerst an, beim aktuellen Buch saß eine einfach auf meiner Couch. (Scherz! ;-) Aber es war fast so ein Gefühl)

Bücherträume fragt: Könntest du dir vorstellen mit einer Autorin / einem Autor zusammen ein Buch zu schreiben?

Da ich sehr eigen bin, glaube ich das eigentlich nicht. Aber sag niemals nie - das habe ich gelernt!

Bücherträume fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

Die Wüstenblume hat mich sehr beeindruckt. Auch alles von John Green.

Bücherträume fragt: Hättest du damit gerechnet das deine beiden Bücher so gut bei den Lesern ankommen? Man liest ja recht viel von denen die von deinen Büchern nur so schwärmen =)

Das ist etwas, was sich natürlich jeder Autor wünscht, es handelt sich schließlich um das eigene "Baby". Bei dem will man ja auch, dass es geliebt wird und dass es ihm gut geht. Uns so ähnlich ist das mit einem Buch eben auch. Ich hatte extrem viel Spaß beim Schreiben, und mein Wusch war, dass es den Lesern ebenso ergeht.

Bücherträume fragt: Könntest du dir auch vorstellen, Bücher mal in einem komplett anderem Genre zu schreiben?

Ja, tue ich gerade (geheim ;-)

Bücherträume fragt: Wie hatte dir die diesjährige Frankfurter Buchmesse so gefallen? Konntest du was sehen, oder warst du eher mehr am Stand von Bastai Lübbe?

Hauptsächlich war ich am Lübbe Stand und hatte viel Spaß. Tolle Begegnungen mit den LeserInnen beim Meet & Greet, nette Autorenkollegen und inspirierende Gespräche - es war ein tolles Erlebnis mit erheblichem Suchtfaktor.

Bücherträume fragt: Da ich selber blogge & Modi in diesem Forum bin, interessiert mich/uns noch eines besonders: Dank der Social Networks ist der Kontakt zwischen Autorin und deren Fans viel intensiver geworden. Fluch oder Segen?

In erster Linie ist es toll, sofort Feedback zu bekommen und mit den LeserInnen in Kontakt zu stehen. Dass das viel Zeit kostet, merkt man schnell. Ich versuche aber, es mir einzuteilen. Ich hoffe, es gelingt mir und ich werde beiden Seiten gerecht. :-)

Vielen herzlichen Dank liebe Britta, das du dir die Zeit genommen hast, uns das kleine Interview zu geben.
 
 

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